EDL Elektronik-Dienstleistungen & pcb-Service

Altmark-Autobahn A14

letzte Aktualisierung 07.06.2019

 gesagt wird viel - getan: fast nichts!

Wo bleibt die Nordverlängerung der A14 durch die Altmark? Jetzt im Mai 2019 wurden weitere Klagen gegen die Feststellung A14 von der Stadt Seehausen und dem BUND eingereicht. Lesen sie selbst, wie es um unsere schöne Elbregion bestellt ist. Wir brauchen Sicherheit und Lebensqualität, aber auch z.B. Radwege und zukunftsweisende Konzepte neben der A14, die vielleicht im Jahre 2025 oder gar nicht mehr verfügbarsein wird.

In keiner Region Deutschlands ist die Entfernung zur nächsten Autobahn größer als in unserer Altmark: jetzt 40km durch das A14-Stück bei Karstädt, ansonsten 100km in jede Richtung. Die Altmark ist überregional ein entscheidener Zubringer für den Schwerlastverkehr geworden, besonders für die Schiffs-Container-LKW’s der Häfen in Hamburg und Bremen.

Die A14 muss kommen! Die Planung und Umsetzung der Autobahn bietet aber besonders in der nördlichen Altmark viel Brisanz. Hunderte von Eingaben liegen den Planern in Halle vor. Die aktuelle Planungsfeststellung kann nur noch durch Klage ausgebremst werden. Unsere schöne, naturbelassene, aber auch wirtschaftlich schwache Altmark im “Biosphärenreservat Elbe” soll endlich durch die A14 näher an die wirtschaftlichen Zentren rutschen.

Meine Heimat ist “die Wische” in der nördlichen Altmark. Wir haben die meisten Kirchen pro Fläche in Gesamt-Deutschland. Unsere Region lädt zu Radtouren und Urlaub in den Flußlandschaften von Aland und Elbe ein. Wer sich mit der Planung der A14 beschäftigt, wird sehr schnell erkennen, dass die Verkehrssituation in der Altmark stark von der B189 abhängt und dass die Radwegesituation, trotz gutem Ausbau des Elberadweges sehr ungenügend ist.

Mit dem Beitrag hier auf meiner Homepage möchte ich Pro und Kontra für Radwege, B189, A14 darlegen, in der Hoffnung, dass vor allem mehr für die Sicherheit unserer Kinder getan wird, die in den warmen Monaten mit dem Rad zur Schule fahren, aber auch für alle Verkehrsteilnehmer. Die Landesstraßenbaubehörde in Stendal kennt mein Engagement und ich nehme positiv zur Kenntnis, dass in den letzten Monaten 2014/2015 einiges für die Sicherheit getan wurde.

typisches Bild in der Wische (in der Nähe von Beuster)

Wische1_Maerz06

Planung der A14 - durch die Altmark. “AS Vielbaum” wird die Autobahnabfahrt: Hamburg/Bremen

geplanter Verlauf der A14 - bei Seehausen

Was die Planung der A14 für uns bedeutet:

  • Unsere B189 zwischen Vielbaum und Geestgottberg verschwindet mit dem Bau der A14/ damit wird unsere regionale Hauptschlagader gekappt!
  • Die Ersatzstraße von Seehausen nach Geestgottberg K1020 -diese Straße wird hochgestuft auf B189-  müsste das Land ausbauen. Ein Radweg ist nicht peplant, Umwege sind hinzunehmen und für anliegende Gemeinde Geestgottberg werden massive Verkehrsbelastungen verursacht. 
  • Alle neuen Verkehrsanbindungen zur A14 wurden in die Hand des Landes, also die Landesstraßenbaubehörde Nord Sachsen-Anhalt in Stendal übertragen - allein der schon 30Jahr überfällige Radweg von Vielbaum nach Seehausen muss vom Land gebaut werden. Es wird auch zukünftig KEIN DURCHGÄNGIGER RADWEG von Vielbaum nach Seehausen gebaut. Der geplante durchgängigen Radweg von Seehausen über Vielbaum nach Aulosen ist aus meiner Sicht weder planungssicher noch vom Land finanzierbar.
  • Mit der Autobahn A14:  werden wir um Vielbaum geschätzt das 3-5 fache Verkehrsaufkommen verkraften müssen. Autobahnabfahrt Vielbaum ist der mitteldeutsche Verteiler der A14 nach Bremen und Hamburg. Damit ist auch der Verkehrsinfarkt in der nördlichen Altmark fest in der Planung mit eingebaut. Die anliegenden Dörfer mit der Landesstraße L2 werden im LKW-Verkehr der A14 ersticken!!!
  • Radwege sind rund um Seehausen Mangelware: 30 Jahre wurde rings um Seehausen (fast) nichts getan! Und das liegt nicht nur an “andere”, sondern viel an uns selbst. Mich eingeschlossen. Es fehlt nicht nur der Radweg nach Vielbaum, sondern von Seehausen (natürlich) auch nach Tannenkrug und Arendsee, von Seehausen (natürlich) auch nach Beuster, von Seehausen (natürlich) auch nach Schönberg, von Seehausen (natürlich) auch nach Falkenberg. Einziger Radweg: verläuft von Seehausen nach Osterburg.  Man hat Mühe vergleichbare Städte zu finden mit einer derart schlechten Radwegsituation. Es fühlt sich weder Bürgermeister noch “die Behörden” zuständig.
  • Die aktuelle Planung der A14 bedeutet das für unsere Altmark: Uns wird hier die Umsetzung des schlechten Konzeptes der A14 zugemutet. Ein wirkliches Mitspracherecht gab es nie. Unsere Widersprüche seit etwa 2008 im Rahmen des Widerspruchsverfahrens wurde seitens der Planer  und Verantwortlichen mit Füßen getreten. Die aktuellen Nachbesserungen der Planung der A14 bezüglich Radweg ändert an dieser Situation aber nichts.
AZ 2014-09-09

aktuell aus der Presse: (Quelle: Altmarkzeitung 9.9.2014:)

Der geplante Radweg im Rahmen des Baus der A14 (mit Bundes- und EU-Mitteln) umfasst nur die Wegstrecke vom Ortsausgang Vielbaum bis vor den Bahnübergang Seehausen an der L2, also etwa 1km - und damit nur ein Fragment. Die Aussage in dem Artikel umfasst also keineswegs ein Gesamtkonzept eines Radweges, nicht einmal bis Seehausen. Da warten wir immer noch auf neue Aussagen der zuständigen Landesstraßenbaubehörde Nord, Sachsen-Anhalt aus Stendal.

Diesen Radweg über den vorhandenen Bahnübergang zu realisieren, kann gemäß Aussagen Landesstraßenbaubehörde 10Jahre dauern und bedeutet sehr hohe Kosten. Es wurde aber nocht nichts bei der Bahn beantragt.

Nach Einsicht der aktuellen Pläne in Seehausen konnte ich keine Verbesserung erkennen. Ein Radweg mit 2,5m Breite ist allgemein Standard und die bessere Respektierung der Amphibien (Frösche) durch Maßnahmen an der L2 nutzen uns leider nur wenig.

weiterlesen A14-Plaung